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Gesichtschirurgie

Traumatologie (Gesichtsverletzungen)
Entscheidend bei der Versorgung solcher Verletzungen ist die Wiederherstellung der Form und Funktion. Der Wiederherstellung des korrekten Bisses (Okklusion) nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Frakturen des Gesichtsschädels und der Kiefer werden in den meisten Fällen durch unsichtbare Zugänge über die Mundhöhle oder die behaarte Kopfhaut reponiert und fixiert, so dass möglichst keine sichtbaren Narben entstehen. Oft sind Verletzungen der Weichteile, der Nase, der Augenhöhle, und auch Zahnverletzungen dabei, die mitversorgt werden müssen.

Orthognathe Chirurgie
Die Orthognathe Chirurgie befasst sich mit Wachstumsstörungen im Bereiche des Gesichtsschädels. Diese können zu Fehlstellungen von Ober- und Unterkiefer führen mit Störungen des Bisses (Okklusion) was zu Kiefergelenksbeschwerden führen kann. Des weiteren führt eine Fehlstellung des Ober- und Unterkiefers zu charakteristischen und manchmal unvorteilhaften Gesichtsprofil.
Vor der operativen Korrektur werden durch einen Kieferorthopäden (spezialisierter Zahnarzt) die Zahnbogen mittels festsitzender Apparaturen (Spangen) aufeinander abgestimmt.
Die Operation wird anhand von Durchzeichnungen des seitlichen Schädelröntgensbildes (Fernröntgen) und von Gipsmodellen millimetergenau geplant. Anhand der Fotosimulation sieht der Patient das zu erwartende Resultat im voraus.
           
Tumorchirurgie
Im Kiefer- Gesichtsbereich gibt es eine Vielfalt von gutartigen und bösartigen Tumoren (Krebs). Rauchen, übermassiger Alkoholkonsum und eine schlechte Mundhygiene sind die Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Mundhöhlenkrebs. Die frühzeitige Entdeckung spielt für die Prognose eine entscheidende Rolle. Die Therapie besteht meist aus Chirurgie. Teilweise ist zusätzlich eine Radiotherapie Bestrahlung oder eine Chemotherapie nötig.
            
   
Kiefergelenkschirurgie

  • Myofaciales Schmerzsyndrom
    Das myofaciale Schmerzsyndrom entsteht durch eine Über- und Fehlbelastung der Kiefergelenke und der Kaumuskelstur. Die Hauptursachen sind Zähneknirschen, exzessiver Kaugummikonsum oder Zahnfehlstellungen, welche einen normales Kauen erschweren. Symptome sind meist einseitige Gesichtsschmerzen, Mundöffnungsbehinderung und Schmerzen beim Kauen. Die Behandlung ist meist konservativ (nicht chirurgisch) und besteht in der Elimination der Ursache. Oft kommt auch eine Schienentherapie zum Einsatz.
  • Kiefergelenksarthrose
    Reibegeräusche, sowie Schmerzen beim Öffnen und Schliessen des Mundes können Symptome einer Kiefergelenksarthrose sein. Die Therapie ist ähnlich wie beim myofacialen Schmerzsyndrom. Zusätzlich kann in fortgeschritten Fällen eine Operation am Kiefergelenk nötig sein.
  • Diskusverlagerung
    Im Kiefergelenk gibt es eine Gelenkscheibe (Diskus), ähnlich wie der Meniskus im Kniegelenk. Diese kann verlagert sein und so zu Schmerzen im Kiefergelenk und zu einer verminderten Mundöffnung führen. Ist der Diskus durch konservative Massnahmen (Schiene, Medikamente) nicht in seine ursprüngliche Position zu bringen so kann dies durch eine Gelenksspiegelung (Athroskopie) oft erreicht werden.


Spaltchirurgie
Lippen-Kiefer-Gaumenspalten gehören zu den häufigsten Missbildungen überhaupt. Durch schonende Operationstechniken und einer intensiven Zusammenarbeit mit der Kieferorthopädie (Spezialgebiet der Zahnmedizin) und anderen Fachdisziplinen können heute hervorragende funktionelle und ästhetische Ergebnisse erzielt werden.